Die alljährliche Blogger-Konferenz RE:PUBLICA in Berlin bezeichnet sich jetzt natürlich als “Social-Media-Konferenz” und findet vom 14.-16. April 2010 unter dem Motto “nowhere” statt. Ich bin nicht sicher, ob man sie noch besuchen muss, soll oder will, diese vollends durchkommerzialisierte Web-2.0-Konferenz, in der wieder breit dikutieren wird, was Journalisten sagen, meinen, finden, schreiben und Verlage und immer dasselbe und Bürgerjournalismus und Probleme mit Dingenskirchen, die ollen Kammellen des Journalismus. Oder etwa nicht?
Was hätte ich davon? Man trifft spannende Leute – das wäre tatsächlich ein Argument dafür.
Ich bin unentschlossen und durchweg von der deutschen Web2.0-, Blogger- und Web-Gemeinde enttäuscht. Die stets in alten, trüben Gewässern fischt, aber erzählt von neuem Wein, in geldwerten, glänzenden Schläuchen. Der Inhalt aber ist oft genug widergekäut, mutlos, automatisch, reflexhaft feindbildnerisch und … ahnungslos.
Ich weiß nicht, wer oder was mich davon überzeugen könnte, die Re-Publica 2010 im Frühjahr zu besuchen.
Jeder hat seinen Stil. Jeder Kreative hat seinen unverwechselbaren Charakter. Beim Coding erwartet natürlich nicht wirklich einen eigenen Stil. Dennoch ist es so.
Aber wie sieht nun guter Stil beim CSS-Design aus, wie soll man sich eine vernüftige CSS-Datei vorstellen.
Dieses PDF zeigt, wie gut stukturiertes CSS aussieht. Ihr könnt es gerne downloaden:
Good CSS Style
Aufgrund meiner Erfahrungen, dass viele Online-Redakteure Laien sind, was das Bedienen von Content Management Systemen (CMS) bzw. Redaktionssystemen betrifft, sehe ich hier Lern- bzw. Handlungsbedarf. Auch junge, angehende Redakteurinnen, Web-Schreiberinnen im Praktikum, kennen Begriffe und Regeln des Publizierens im Internet kaum. Selbst bloggen ist und bleibt ein Fremdwort. Dieses Phänomen betrifft natürlich nicht nur schreibende Fachkräfte – ich kenne sehr viele Menschen, die die Sache scheuen.
Aus diesem Grunde werde ich demnächst an dieser Stelle ein kleines Tutorial von Creative Common Lizenz, eine Anleitung als PDF zur Verfügung stellen. Dort soll in klaren und einfach Worten, das Publizieren von Texten, Bildern und Videos erklärt werden.
Mit einer kreativen Idee protestiert Spreeblick, einer der bekanntesten Detschen Weblogs, gegen “ein Gesetz zur Sperrung von Websites beschließen, die Kinderpornografie darstellen oder anbieten”, das das Bundekabinett entgegen vieler Expertenmeinungen heute beschließen will. Von Laien regiert heißt die Spreeblick-Kampagne, die einzelne Beiträge des Berliner Blogs sperrt und eine große Deutschlandkarte von GOOGLE-Maps anzeigt, auf der man sich solidarisch eintragen kann.
Auszug aus dem heutigen Newsletter von Apple iTunes: “Endlich ist es soweit: Ab heute gibt es Filme zum Kaufen und Leihen bei iTunes. Ab sofort stehen für Sie Hunderte von Filmen rund um die Uhr zum Abruf bereit.” Die nächste Runde im Fight mit Amazon um Marktanteile ist eingeleutet. Aus User-Sicht ist das Downloaden ganzen Spielfilme längst überfällig – und auch das leihen über das geniale Apple-Tool iTunes.
Am Mittwoch, den 16. April 2009 findet in Hamburg im Proximity, Atlantik-Haus, 19. OG, Zirkusweg 1, vom “Social Media Club Hamburg” ein kleines Treffen zum Thema “Crowdsourcing – Wie binde ich meinen Kunden optimal in die Produktentwicklung ein?” statt. Vor allem die Redner machen dieses kleine Event mit ca. hundert Gästen spannend: Miguel Helfrich, Tchibo GmbH, David Nelles, ethority GmbH und der allseits bekannte und beliebte Werbeblogger.de Roland Kühl-von Puttkamer!
Mein Dank geht an Nils Maier von der ethority GmbH, die das Treffen für den Social Media Club veranstaltet. Unkompliziert und schnell hat er mich auf die Gästeliste gesetzt, da ich meine rechtzeitige Anmeldung verschlafen hatte – was aber auch an meinem engen Terminkalender und der vielen Arbeit dieser Tage liegt. Ich freue mich!
Konnte diesmal leider nicht teilnehmen. Kurzfristig musste ich diese zauberhafte Unkonferenz absagen und zuhause bleiben. Aber nächstes Jahr bin ich ganz sicher dabei – wenn nichts dazwischen kommt. Dennoch plane ich hier eine Zusammenfassung mit vielen Links von der diesjährigen Re-Publica in Berlin zu veröffentlichen!
Jährlich werden z. B. vom “OnlineStar Award” Online-Werbekampagnen und auch Websites prämiert. Diesmal in der “Kategorie Sonderformate” geht GOLD an, wie sollte es beinahe anders sein: EINESTAGES – Agentur: Jung von Matt AG, Kunde: SPIEGEL ONLINE GmbH.
Da habe ich ja mit dran rumgeschraubt an EINESTAGES und bin immer noch ganz stolz. Obwohl hier natürlich nicht die (technische) Umsetzung einer Website prämiert wird, denn “die ausgezeichneten Arbeiten sind Barometer und zeigen auf, wie kreativ zielgruppenorientierte Kommunikation mit neuen Medien heute auszusehen hat”. Und das wird bewertet.
Trotzdem prima. Und ich mag (irgendwie auch mein Baby) EINESTAGES wirklich sehr.
http://www.onlinestar-award.de/
Die schönsten Sachen erfährt man ja stets von anderen. Das können andere bestätigen. Und so habe ich nun endlich den heißen Tipp eines Mitbloggers auf der re:publica 2008 in die Tat umsetzen können: Visitenkarten abfotografieren und bei FLICKR speichern!
Natürlich, es ist etwas Arbeit. Die Visitenkarten fotografieren, hochladen, taggen und benennen. Aber sogleich kann man den lästigen kleinen Karton in die Altpapiersammlung geben. Der geniale Nebeneffekt: Man braucht nie mehr nach Adressen, nach Visitenkarten und so Zeugs zu suchen.
Mit einem Suchwort oder höchsten zwei Klicks finde ich jetzt Steuerberatung, Rechtsanwalt, Grafik-Design, Blogger, Musiker, Psychiater, Ärzte, Freunde, Kollegen, Künstler, Restaurants und … ehm … und … und Leute, die ich nicht zuordnen kann. Toll. Man kann auch so mit Urkunden verfahren und hat von überall her Zugriff auf eine Kopie.
Ja, und die Bude ist um ein paar sinnlose Schnippsel Raumforderung ärmer. Freier, man fühlt sich freier.
Mal sehen, was ich noch alles einscannen und zu FLICKR bringen kann. Die Aktenberge, den Kabelsalat, Hefte, Bücher und den bunten Plunder, der sich in manche Ecke drängt.
Hallo? MEINE Visitenkarten! Online bekomme ich die natürlich nur selbst zu sehen. Versteht ihr das nicht? Dann nicht.
Falls mir jemand in nächster Zeit sein Kärtchen zukommen lassen möchte, einfach ein Foto schiessen und rübermailen. Das Leben kann so einfach sein …
Übrigens: Ebenfalls ein Super-Tipp ist: wegschmeißen. Oder fortwerfen, entsorgen, Platz schaffen, aussortieren, reinen Tisch machen, loslassen, abspalten … regelmäßig aufräumen!